Kehrtwende beim FC Bayern, steigen die Münchner in den eSport ein?

Kehrtwende beim FC Bayern, steigen die Münchner in den eSport ein?
Foto: Thanida Siritan / Shutterstock.com

Nun also doch! Der FC Bayern München prüft, in den eSport einzusteigen. Bislang hatten sich die Bosse des deutschen Rekordmeisters hartnäckig geweigert, eine eSport-Abteilung aufzubauen. Doch der Trend ist nicht aufzuhalten.

„Wir haben da jetzt eine offensivere Haltung eingenommen“, so FCB-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz-Rummenigge beim Sportbusiness-Kongress SPOBIS am vergangenen Donnerstag in Düsseldorf. „Wir haben eine Analyse vorgenommen, die wir demnächst auch innerhalb des Vorstands diskutieren und besprechen werden, ob wir uns diesem Thema nicht doch nähern, weil es aus wirtschaftlichen Zukunftsgedanken interessant werden könnte“, so Rummenigge weiter. Dem Bayern-Granden dürfte nicht entgangen sein, wie viel Geld im virtuellen Sport fließt.

Zuletzt hatte sich der FC Bayern München gesträubt, eine eSport-Abteilung einrichten. „Wir waren ursprünglich nicht dafür, weil uns diese Ballerspiele nicht so gefallen haben“, so Rummenigge am Donnerstag in Düsseldorf.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß: „Stehe allein da“

Erst im August hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß eSport deutlich kritisiert: „Junge Leute sollen Sport auf dem Trainingsplatz treiben. Es gibt beim FC Bayern auch Bestrebungen. Ich bin dagegen, stehe aber relativ allein da. Ich sehe ein großes Problem auf uns zukommen. Das darf auf keinen Fall olympisch werden.“ Immer wieder werden Forderungen laut, der virtuelle Sport solle ein Teil der Olympischen Spiele werden.

Aus der 1. Bundesliga haben derzeit nur FC Bayern München, Borussia Dortmund, der SC Freiburg, Fortuna Düsseldorf und die TSG 1899 Hoffenheim keine eigene Abteilung für eSportler. Die Basketballer des FC Bayern München sind allerdings bereits im virtuellen Sport aktiv. Die Abteilung unterhält ein Team namens „Bayern Ballers Gaming“.

Der FC Schalke 04 sicherte sich als einziges Team der Bundesliga sogar eine Franchise-Lizenz für die League of Legends European Championship. Die Lizenz für Europas Top-Liga war den „Knappen“ rund acht Millionen Euro wert. Die Schalker und auch der VfL Wolfsburg nehmen in Deutschland eine Vorreiterrolle ein, was den eSport betrifft. Durchaus möglich, dass der FC Bayern München nun aufholen möchte.

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