eFootball in Deutschland: Die Zukunft der Virtuellen Bundesliga

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Foto: Sergei Babenko / Shutterstock.com

Ein neuer Meister der Virtual Bundesliga ist gefunden. Nun richtet sich der Blick in die Zukunft. Wie entwickelt sich das Produkt weiter? Welche Neuerungen stehen in den Startlöchern? In welchen Bereichen gibt es noch Verbesserungspotential?

Seit sieben Jahren gibt es nun die Virtual Bundesliga (VBL). Beim Finale der aktuellen Saison in Berlin zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Die abgelaufene Spielzeit hatte einige neue Inhalte zu bieten. Dazu zählt auch der neue Wettbewerb VBL Club Championship. Dabei handelt es sich um die Erweiterung der mittlerweile einzigen von der DFL ausgerichteten deutschen Meisterschaft im eFootball.

Die Virtual Bundesliga und der eFootball kommen seit der Premierensaison im Spieljahr 2012/2013 immer mehr auf Touren. Die DFL hat in den vergangenen Jahren viel an der Wertigkeit gebastelt. Die VBL wird hochwertig produziert, eine Fülle an Experten stehen zur Seite. Allerdings fehlen immer noch professionelle Sportmoderatoren, die die Partien begleiten. Die Fans können aber nach wie vor live und kostenlos bei den Finals mit dabei sein. Sicherlich der große Vorteil gegenüber dem Sport auf dem Rasen.

Nun steht die DFL vor der nächsten größeren Herausforderung: der Entertainment-Faktor soll steigen. Hier hat der „echte“ Fußball in den Stadien und TV-Studios noch einiges voraus. Ein bisschen mehr Spektakel soll es laut DFL nun durchaus sein.

Wo gibt es Nachholbedarf für den eFootball in Deutschland?

Verbesserungspotential gibt es auch bei der Darstellung der VBL Club Championship. In diesem Teamwettbewerb wurde in diesem Jahr erstmals der virtuelle Klubmeister gekürt. Besondere Begegnungen wurden aufwendig für das Fernsehen produziert. Jede Mannschaft streamte die Spieltage über Twitch. Allerdings schwankte die Qualität der TV-Übertragungen und es fehlte an einer klaren Linie für eine stimmige Darstellung des Wettbewerbs. Die Ursache war schnell gefunden: Die Vereine setzten die Produktion selbstständig um. Somit entstanden qualitativ unterschiedliche Produkte.

Im kommenden Spieljahr soll sich die VBL Club Championship demnach deutlich verändern. Dies ließ die DFL bereits durchblicken. Von den Spielern gab es aber auch viel Lob, vor allem was den 2-gegen-2-Modus und die Ausrichtungsorte betrifft. Nur am 85er-Modus hatten die Gamer etwas auszusetzen.

Neuer Wettbewerb: kommt der DFB ePokal?

Eventuell gibt es bald sogar einen weiteren neuen Wettbewerb. Laut Holger Merk, Abteilungsleiter Strategisches Marketing bei der DFB GmbH, gebe es beim DFB Planungen, einen ePokal einzuführen – also eine virtuelle Variante des DFB-Pokals.

Der DFB ging zuletzt mit der Teilnahme am FIFA eNations Cup einen ersten wichtigen Schritt in Richtung eFootball. Dabei soll es nun laut Merk nicht bleiben: „Wir haben ein Konzept in der Schublade, das ist aber noch nicht spruchreif.“ Nur ein paar Informationen wollte der DFB-Mann vorab preisgeben: „Wir haben den Wunsch, das Thema national auszurollen und einen Wettbewerb zu generieren, der sowohl an der breiten Basis ankommt, aber auch eine hohe Attraktivität hat“, so Merk im „kicker“.

Neben den internationalen Wettbewerben, könnte ein DFB e-Pokal also eine weitere sinnvolle spielerische Alternative darstellen. „Schauen wir mal, ob wir es auch im eSport hinbekommen, den Schulterschluss zwischen Amateuren und Profis zu schaffen“, so Merk. „Hier ist der DFB-ePokal sicherlich eine Überlegung, die Sinn machen würde.“ In einem möglichen ePokal hätten dann vielleicht auch Hobby-Gamer die Chance, gegen die Profis an den Konsolen anzutreten.

Der DFB spielt mit seinen eNationalspielern Michael Bittner (‚MegaBit‘) und Mohammed Harkous (‚MoAubameyang‘) nun erstmals im FIFA eNations Cup. Die Planungen für einen neuen Wettbewerb könnten die Gamer durchaus beflügeln. Schließlich steigt der Stellenwert des eFootballs in Deutschland weiter merklich.

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